Der Zug ist abgefahren

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367-Euro-Jahreskarte für Seekirchner Pendlerinnen und Pendler von ÖVP, FPÖ, FWS und SPÖ abgelehnt.

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LeSe-Konzept: Seekirchen Pendler- und Wirtschaftsförderung


Die 367-Euro-Jahreskarte

Seekirchner Pendlerinnen und Pendler, die den öffentlichen Personennahverkehr nutzen, sollen eine Förderung der SVV-Jahreskarte durch CMS-Gut- scheine erhalten. Eine spürbare Anzahl Seekirchnerinnen und Seekirchner soll zum Umstieg vom PKW auf öffentliche Verkehrsmittel bewegt werden, um die sich laufend verschärfende Verkehrssituation von und nach der Stadt Salzburg zu verbessern.

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Ziel: Verdopplung der Jahreskarten-Nutzer, Reduzierung um bis zu 400 PKW, also 800 Autofahrten

Ziel dieses Vorschlags ist eine Verdopplung der Seekirchner SVV-Jahreskarten-Nutzer von derzeit ca. 430 auf über 800 - und die entsprechende Reduzierung des PKW-Verkehrs. Grundlage ist die Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs. Der PKW-Invididualverkehr wird nicht sanktioniert.

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200.000-Euro-Förderung für Seekirchner Betriebe

Auszahlung über Gutscheine des Seekirchner Citymarketings


Durch die Bindung der SVV-Jahreskartenförderung an Gutscheine des Citymarketing Seekirchen fließt jeder Euro dieser Fördermaßnahme weiter in die Seekirchner Wirtschaft.

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Bei Erreichung des Förderziels beträgt das zusätzliche Volumen an Seekirchner Citymarketing-Gutscheinen, das ausschließlich Unternehmen und Arbeitsplätzen in Seekirchen zugute kommt, € 200.000,-, mindestens jedoch € 100.000,-.

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GELD IST DA. DER WILLE NICHT.
Kommentar von Norbert Weiss, Fraktionsführer LeSe
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Die LeSe bemüht sich seit mehreren Jahren um eine Förderung der Seekirchner Pendlerinnen und Pendler, die öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Ende 2016 haben wir unser Förderkonzept weiter verbessert und in der Gemeindevertretung das oben dargestellte Konzept zur Umsetzung ab Januar 2017 vorgeschlagen. Die "Allianz" aus ÖVP, FPÖ, SPÖ und FWS gestand ein, dass der öffentliche Verkehr aufgrund der Stauprobematik gestärkt werden muss, konkrete Maßnahmen wurden aber abgelehnt. Stattdessen wurde die Verantwortung auf den Regionalverband abgeschoben. Dort wurde das Konzept zwei Minuten (!) diskutiert und dann verschoben.
Umgesetzt hat die Stadtgemeinde das Gegenteil: Das Budget für Straßen wurde massiv von € 800.000 auf über 1 Mio. erweitert. Geld sei schließlich genug da. Inzwischen wurde Salzburg zur "Stauhauptstadt" Österreichs ernannt.

VERSCHLECHTERUNGEN AN SONN- UND FEIERTAGEN.
Kommentar von Rupert Freundlinger, Gemeindevertreter LeSe

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Es liegen Pläne vor, wonach die Bahnverbindung Seekirchen-Salzburg ab Dezember 2017 deutlich verschlechtert werden soll. Während die Kürzungen der Wochentags-Verbindungen noch überschaubar sein werden, wird der Takt an Sonn- und Feiertagen regelrecht ausgedünnt. Dazu ist geplant, dass keine REX-Züge mehr halten – stattdessen ausschließlich S-Bahn-Garnituren. Es erhöht sich dadurch die Fahrzeit in die Stadt, Direktverbindungen nach zB Linz oder Vöcklabruck gehören dann ebenso der Vergangenheit an.

Begründet werden diese Einschnitte mit der Aufwertung des Bahnhof-Standortes Neumarkt. Den Bahnfahrern in Seekirchen bringt dies freilich wenig– eine völlig inakzeptable Vorgehensweise gegenüber der größten Stadt im Flachgau und der nach Fahrgastzahlen wichtigsten Bahn-Haltestelle der S2-Linie.

VERPASSTE CHANCE ODER WIN-WIN?
Kommentar von Judith Simmerstatter, Stadträdtin LeSe

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Das LeSe-Konzept der Förderung des öffentlichen Verkehrs hat einen großen Vorteil: Durch Zuschüsse in Form von Citymarketing-Gutscheinen ist gewährleistet, dass der gesamte Betrag letztlich eine Förderung der Seekirchner Wirtschaft ist. Ohne großen Verwaltungsaufwand würden einerseits PendlerInnen entlastet und andererseits in der Seekirchner Wirtschaft Impulse gesetzt. Die Mittel, die die Stadt für die Förderung von ÖPNV-Jahreskarten aufwenden müsste, kämen über die Gutscheine direkt in die Seekirchner Unternehmen – einfach, transparent und wirkungsvoll!

Es gibt bisher im Wesentlichen zwei Formen der Wirtschaftsförderungen. Die eine, basierend auf der Mitarbeiterzahl zu einem Stichtag, kann von vielen Unternehmen praktisch nicht in Anspruch genommen werden. Und dann gibt es noch die von der LeSe initiierte Lehrlingsförderung, die die Schaffung von Lehr- und Ausbildungsplätzen vor Ort unterstützt.


In anderen Gemeinden wird erfolgreich gefördert

In Anif wird das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln gut angenommen. Bürgermeisterin Gabriella Gehmacher-Leitner im Bezirksblatt vom 1./2. März: "Entscheidend dafür (Anm: die Annahme des ÖPNV-Angebots) ist wohl auch, dass wir unseren Bürgern zwischen 100 und 200 Euro zur Jahreskarte dazuzahlen." Weiters schreibt das Bezirksblatt: "Günstige Tarife im öffentlichen Verkehr: Das ist übrigens ein Konzept, das von der Mehrheit der Experten als Schlüsselfaktor für den Verzicht aufs eigene Auto bezeichnet wird."

ÖVP im Wahlkampf-Widerspruch

Bürgermeisterin Monika Schwaiger (ÖVP) forderte zusammen mit anderen Flachgauer ÖVP-Bürgermeistern Anfang April selbst eine Kostensenkung bei Tickets für den öffentlichen Verkehr. Unverständlich bleibt, warum sie - abseits des beginnenden Wahlkampfs in der Stadt Salzburg - genau eine solche Kostensenkungsmaßnahme für Seekirchen kategorisch ablehnt.
Quelle: www.salzburger-volkspartei.at/node/588