GEGENVERKEHR


Aktuelles Verkehrskonzept von ÖVP und FPÖ verhindert

alois_icon_220
Dr. Alois Federsel

Die ÖVP/FPÖ-Koalition lehnte in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung den LeSe-Antrag für ein aktuelles Verkehrskonzept für das Ortsgebiet ab. An der Notwendigkeit eines Verkehrskonzepts für Seekirchen gibt es objektiv keinen Zweifel.
Der Mobilitätsvertrag von 2003 wurde nur zu einem geringen Teil umgesetzt und ist inzwischen durch neue Entwicklungen, wie die starke Verbauung überholt. Wenn überhaupt, wurden Verkehrsprobleme bisher nur punktuell betrachtet. Da Verkehrsströme jedoch nicht an bestimmten Teilbereichen des Ortes aufhören, ist eine Betrachtung des Verkehrsflusses und des Verkehrsaufkommens im gesamten Ortsgebiet wichtig. Dazu kommt, dass in der Seekirchner Raum- und Verkehrsplanung wichtige Entscheidungen anstehen, vor allem die Erlassung eines neuen Räumlichen Entwicklungskonzeptes, die Errichtung einer Begegnungszone und die Aufstellung eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes. Diese Entscheidungen bedürfen einer gesamtheitlichen Evaluierung der bestehenden Verkehrssituation bzw. haben Auswirkungen auf zukünftige Verkehrslösungen.
Für die Erstellung des Verkehrskonzeptes wäre Dr. Frey von der TU Wien, der mit der Situation in Seekirchen bereits vertraut ist und unter anderem am 'Masterplan für Seekirchen' mitgearbeitet hat, zur Verfügung gestanden. An den Kosten von rund € 40.000,- sollte ein Verkehrskonzept jedenfalls nicht scheitern. Zum Vergleich: für die Begegnungszone werden Kosten von über € 600.000,- veranschlagt und der Jahresüberschuss 2013 betrug über € 1 Mio.
Die Ablehnung der Budgetierung eines Verkehrskonzeptes durch FPÖVP ist sachlich nicht zu erklären. Wie bisher werden Anträge anderer Parteien von FPÖVP offenbar grundsätzlich abgelehnt. Die von der Bürgermeisterin vor der Wahl angekündigte Zusammenarbeit war nach der Wahl vergessen. Der Denkzettel, den ÖVP und die Bürgermeisterin vom Wähler erhalten haben, wurde leider nicht verstanden.

Juni 2014